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Leben für Allah: Die Auffassung der Religion in der Dschahiliya-Gesellschaft

Inhalt
  1. Das Lebensziel des Muslims: Allahs Wohlgefallen
  2. Ernste Anstrengungen für das Wohlgefallen Allahs
  3. Sein Selbst (an-nafs) kennen lernen
  4. Sich vor Vielgötterei hüten
  5. Das höchste Wohlgefallen Allahs suchen
  6. Der Schlüssel zu Allahs Wohlgefallen: das Gewissen
  7. Für Allah lieben
  8. Eigenschaften der Gläubigen
  9. Unterdrückung gegen Gläubige
  10. Das Leben in der Dschahiliya-Gesellschaft
  11. Die Bewertung eines Menschen in der Dschahiliya-Gesellschaft
  12. Die Führer der Gesellschaften, in denen das Geld ein wichtiges Kriterium ist
  13. Die Moral in der Dschahiliya-Gesellschaft
  14. Der Wunsch nach einem unendlichen Leben
  15. Die Auffassung der Religion in der Dschahiliya-Gesellschaft
  16. Die Hölle: Ewige Heimstatt derer, die Allah Götter zur Seite stellen
  17. Das Paradies: Ewige Wohnstatt derer, die nur nach dem Wohlgefallen Allahs suchen

Die Gesellschaftsmodelle, deren Eigenschaften wir bis hierher erwähnt haben, die Allah nicht in Seiner wahren Bedeutung einschätzen und die deswegen als Dschahiliya bezeichnet werden, haben auch die Religion nach ihrer eigenen verdrehten Logik und ihrem falschen Glauben geändert. Die Auffassung der Religion, die als Resultat dieser Logik entstand, unterscheidet sich vollständig von der wahren Religion, die uns im Quran von Allah mitgeteilt wird. Im Quran wird die Religion, die vom Propheten Muhammad gebracht wurde, als eine Religion bekannt gemacht, die "von den Menschen ihre Last und die Fesseln, die auf ihnen lagen, hinweg nimmt" (Sure 7:157 – al-A'raf) und "in der es keine Schwierigkeiten gibt":

...Er hat euch erwählt und hat euch in der Religion nichts Schweres auferlegt; der Religion eures Vaters Abraham. Er hat euch "Muslime" genannt... (Sure 22:78 – al-Hadsch)

Im Quran werden die Menschen zum Denken und folglich dazu eingeladen, den falschen Glauben und Wege zu bemerken, denen sie folgen und sie werden aufgerufen, ein Leben zu führen, wie es Allah von ihnen verlangt.

Die Dschahiliya-Gesellschaft jedoch hat die offene und leicht verständliche Mitteilung des Quran ignoriert und im Namen des Islams eine stark fanatische und bedrückende Religion hervorgebracht. Wir können einige Eigenschaften dieser verdrehten Logik der Religion der Dschahiliya-Gesellschaft folgendermaßen aufzählen:

Sprich: "Wer hat denn die schönen Dinge verboten, die Allah für Seine Diener erschaffen hat, und die guten Speisen?" Sprich: "Sie sind für die Gläubigen im irdischen Leben, ausschließlich aber (für sie) vom Tag der Auferstehung an." So machen Wir den Verständigen die Zeichen klar. Sprich: "Verboten hat mein Herr nur Schandbarkeiten, öffentliche oder verborgene, die Sünde schlechthin und unrechtmäßige Gewalttaten, und dass ihr Allah andere Gottheiten an die Seite stellt, wozu Er euch nicht ermächtigte, und dass ihr von Allah aussagt, was ihr nicht wisst." (Sure 7:32-33 – al-A'raf)

Warum solltet ihr nicht von dem essen, worüber Allahs Name gesprochen wurde, wo Er euch schon erklärte, was Er euch verboten hat, sofern ihr nicht gezwungen werdet? Aber siehe, viele führen euch mit ihren Begierden und in ihrer Unwissenheit irre. Siehe, dein Herr kennt sehr wohl die Fehlbaren. (Sure 6:119 – al-An'am)

O ihr, die ihr glaubt! Verbietet nicht die guten Dinge, die Allah euch erlaubt hat, aber übertretet auch nicht. Siehe, Allah liebt nicht die Übertreter. (Sure 5:87 – al-Ma'ida)

Wie aus diesen Versen ersichtlich ist, gehört diese prohibitive, rückständige, geschlossene, unbehagliche und überalterte Struktur nicht dem Islam an. • Als Resultat der Degeneration, die durch die Dschahiliya- Gesellschaft verursacht wurde, wurde der Islam als "eine arabische Wüstenreligion" präsentiert. Die Wahrheit ist aber ganz anders. Die Propheten sind immer die zivilisiertesten Personen ihrer Zeiten gewesen. Sie sind sehr kultivierte Menschen, die ästhetische Werte besitzen. Der Prophet Salomo ist eins von den hervorragenden Beispielen, die uns im Quran mitgeteilt werden. Sein Palast ist voll mit architektonischen Wundern, den Bildnissen und riesigen Becken und Teichen.

Muslim zu sein bedeutet nicht, von der traditionellen Kultur abhängig zu sein oder an nostalgischen Werten Freude zu finden. Es bedeutet auch nicht, "Orientale" zu sein. Ein Muslim zu sein, heißt Allah zu dienen und für die Gnaden dankbar zu sein, die Allah ihm gegeben hat. Es ist die strenge Bemühung darum, Allah zu erkennen und ein Mensch mit einem edlen Charakter zu sein.

Ein wahrer Muslim ist jemand, der immer nach dem Wohlgefallen Allahs, des Allmächtigen sucht, Der ihn erschaffen hat, und der außer Allahs Wohlgefallen keine andere materielle oder geistige Erwartung hat.

Das ist die Beschreibung der Muslime.