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AZTRENDEFRESNLRUITSQBSROKYDA

Leben für Allah: Für Allah lieben

Inhalt
  1. Das Lebensziel des Muslims: Allahs Wohlgefallen
  2. Ernste Anstrengungen für das Wohlgefallen Allahs
  3. Sein Selbst (an-nafs) kennen lernen
  4. Sich vor Vielgötterei hüten
  5. Das höchste Wohlgefallen Allahs suchen
  6. Der Schlüssel zu Allahs Wohlgefallen: das Gewissen
  7. Für Allah lieben
  8. Eigenschaften der Gläubigen
  9. Unterdrückung gegen Gläubige
  10. Das Leben in der Dschahiliya-Gesellschaft
  11. Die Bewertung eines Menschen in der Dschahiliya-Gesellschaft
  12. Die Führer der Gesellschaften, in denen das Geld ein wichtiges Kriterium ist
  13. Die Moral in der Dschahiliya-Gesellschaft
  14. Der Wunsch nach einem unendlichen Leben
  15. Die Auffassung der Religion in der Dschahiliya-Gesellschaft
  16. Die Hölle: Ewige Heimstatt derer, die Allah Götter zur Seite stellen
  17. Das Paradies: Ewige Wohnstatt derer, die nur nach dem Wohlgefallen Allahs suchen

Das ist es, was Allah Seinen Dienern verheißt, die glauben und das Rechte tun. Sprich: "Ich verlange dafür keinen Lohn von euch. Aber liebt dafür (euere) Nächsten." Wer eine gute Tat begeht, dem werden Wir gewiss noch mehr an Gutem erweisen. Allah ist fürwahr verzeihend und erkenntlich. (Sure 42:23 – asch-Schura)

Ein Gläubiger widmet sein ganzes Leben Allah. Er lebt für Allah, arbeitet für Allah und liebt für Allah.

Was es bedeutet, für Allah zu lieben, könnte unverständlich sein für jemanden, der den Islam mit seinem wahren Sinn nicht kennt. Einer, der sein ganzes Leben lang von Allah entfernt geblieben ist, und der Ihn nicht erkennt, wird auch nicht wissen, wie er Allah lieben soll.

Aber der Gläubige, der Allah erkennt, Seine große Barmherzigkeit gegen ihn sieht und der bemerkt, dass er seine Existenz der Barmherzigkeit Allahs zu verdanken hat und dass alles, was er liebt und ihm gefällt, ihm von Allah gegeben wird, liebt Allah und erreicht den edlen Geist der Liebe zu Allah.

Im Quran wird der große Unterschied zwischen den Gläubigen und anderen Menschen in diesem Sinn folgendermaßen erklärt:

Und doch gibt es Leute, die neben Allah Ihm angeblich Gleiche setzen und sie lieben, wie man Allah (nur) lieben soll. Aber die Gläubigen sind stärker in der Liebe zu Allah... (Sure 2:165 – al-Baqara)

Wie aus dem obenerwähnten Vers ersichtlich ist, lieben diejenigen, die Allah Götter zur Seite stellen und die die Attribute von Allah anderen Wesen zuschreiben, diese Wesen wie Allah selbst. Diese Liebe jedoch basiert auf dem Götzendienst.

Gläubige, die sich bewusst sind, dass alles Allah gehört und die Existenz aller Wesen in Allah gründet, lieben Allah am meisten. Dieser große Unterschied, der sich daraus ergibt, dass die Gläubigen Allah als den Einen und Einzigen erkennen, zeichnet sie vor anderen Menschen aus. Im Quran informiert Allah uns, dass die Ungläubigen es nicht aushalten können, wenn die Gläubigen Allah "den Einzigen" nennen:

...Und wenn du deinen Herrn im Quran als den Einzigen erwähnst, wenden sie ihren Rücken voll Abneigung. (Sure 17:46 – al-Isra')

Es soll aber auch erwähnt werden, dass die Götzendiener sich nicht unbehaglich fühlen, wenn Allah neben ihre Götzen gestellt wird. Beispielsweise, die Logik "Wir sind Muslime aber gleichzeitig führen wir unser Leben, wie wir wollen" bildet die Grundlage ihres Gedankens. Die Tatsache jedoch, die der Gläubige bemerkt, ist folgende:

• Nichts (kein Mensch, kein Tier, kein Ding, kein Ereignis) besitzt eine Schönheit aus Sich selbst heraus. Allah hat alles erschaffen und Er hat alles mit Schönheit ausgestattet. Da eine Person beispielsweise ihr Gesicht nicht selbst entworfen und geschaffen hat, gehört die Schönheit ihres Gesichts Allah. • Allah gibt diese Schönheit den Menschen, den Er aus dem Nichts erschaffen hat, nur für kurze Zeit. (Denn der Mensch wird bald älter werden und sterben.) Nur Allah besitzt die Kraft, diese Schönheit im Jenseits noch einmal und noch perfekter zu erschaffen. • Wie der Mensch wurden auch alle anderen großartigen Geschöpfe von Allah erschaffen und "liebenswert" gemacht. Und um daran zu erinnern, dass Er der wahre Besitzer dieser Schönheit ist, wird Er alle diese Geschöpfe mit dem individuellen Tod oder mit dem allgemeinen Tod am Jüngsten Tag vernichten. Im Jenseits werden alle Wesen wieder erschaffen werden.

Aus diesem Grund liebt der Gläubige alle Schönheit, indem er weiß, dass sie zu Allah gehört und dass die Originale dieser Schönheit sich im Jenseits befinden. Allah ist der wahre Besitzer aller Schönheiten.

Im Gegensatz zu den Ungläubigen basiert die Liebe der Gläubigen auf dem Glauben an Allah. Die Liebe der Ungläubigen gründet sich jedoch auf den Götzendienst. Im Quran wird eine solche Liebe mit den Worten vom Propheten Abraham wie folgt erklärt:

Und er sprach: "Ihr habt anstelle von Allah Götzen angenommen, in gegenseitiger Liebe zum irdischen Leben. Dann aber, am Tage der Auferstehung wird einer von euch den andern verleugnen, und verfluchen. Eure Wohnung wird dann das Feuer sein, und ihr werdet keinen Beistand finden." (Sure 29:25 – al-'Ankabut)

Said Nursi, auch bekannt als Said Nursi (das Wunder des Zeitalters), ein islamischer Gelehrter des 20. Jahrhunderts, vergleicht diese Art der Liebe mit der Liebe eines Menschen, der durch den Spiegel, den er in seiner Hand hält, die Sonne betrachtet. Wenn der Spiegel zerbrochen wird und er das Licht nicht mehr reflektiert, fühlt sich dieser Mensch unbehaglich, aus Angst, dass er das Licht verlieren könnte. Aber das ist Unsinn: Das Licht im Spiegel gehört nicht dem Spiegel, wie kann dann das Licht verloren gehen, wenn er zerbrochen wird? Das Licht gehört der Sonne; Spiegel reflektieren es nur.

Ein Gläubiger jedoch zeigt seine ganze Liebe zu Allah. Allah lieben bedeutet die Geschöpfe zu lieben, indem man bemerkt, dass sie die Attribute Allahs reflektieren und dass diese Attribute in Wirklichkeit zu Ihm gehören, wie uns das Spiegelbeispiel klarmacht.

Infolgedessen zeigt ein Gläubiger seine Liebe zu Allah, indem er die anderen Gläubigen liebt, in denen sich Allahs Attribute manifestieren und die die moralischen Werte angenommen haben, die den Gläubigen von Allah befohlen werden. Diese Art Liebe basiert nicht auf einer Blutsverwandtschaft, derselben Rassenzugehörigkeit oder auf irgendwelchen Vorteilen. Es ergibt sich aus der Liebe zu Allah daraus, diejenigen zu lieben, die Allah lieben. Im Quran wird diese Liebe unter den Gläubigen folgendermaßen ausgedrückt:

Diejenigen, die vor ihnen hier (in Medina) im Glauben zu Hause waren, lieben die, welche zu ihnen auswanderten, und fühlen in sich kein Verlangen nach dem, was ihnen gegeben wurde. Sie ziehen (die Flüchtlinge) sich selber vor, auch wenn sie selber bedürftig sind. Wer so vor seiner eigenen Habsucht bewahrt ist - denen ergeht es wohl. (Sure 59:9 – al-Haschr)

Allah macht im Quran klar, dass die Liebe, die den Gläubigen entgegen gebracht wird, ihnen von Allah speziell gewährt worden ist:

Siehe, diejenigen, die glauben und Gutes tun, denen wird der Erbarmer Liebe erweisen. (Sure 19:96 – Maryam)

"O Johannes! Halte an der Schrift fest!" Und Wir gaben ihm Weisheit, als er noch ein Kind war, und Mitgefühl und Reinheit von Uns. Und er war fromm. (Sure 19:12, 13 – Maryam)

Gläubige lieben nur Allah und die, die an Allah glauben. Aus diesem Grund erweisen denen, die sich gegen Allah auflehnen, keine Liebe. In folgenden Quranversen wird dieses Thema folgendermaßen betont:

O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht meinen Feind und eueren Feind zu Freunden. Ihr zeigt ihnen Zuneigung, obwohl sie an die Wahrheit, die zu euch gekommen ist, nicht glauben. Sie vertreiben den Gesandten und euch, weil ihr an Allah, eueren Herrn, glaubt. Obwohl ihr zum Kampf auf Meinem Wege und im Trachten nach Meinem Wohlgefallen auszieht, zeigt ihr ihnen insgeheim Zuneigung. Doch ich weiß sehr wohl, was ihr verbergt und was ihr zeigt. Wer aber von euch sich so verhält, der ist vom rechten Pfad abgeirrt... ...Ihr habt ein schönes Beispiel an Abraham und den seinigen, als sie zu ihrem Volk sprachen: "Seht, wir haben nichts mit euch und mit dem, was ihr außer Allah anbetet, zu schaffen. Wir wollen nichts von euch wissen. Und zwischen uns und euch herrscht Feindschaft und Hass so lange, bis ihr an Allah alleine glaubt... (Sure 60:1, 2 – al-Mumtahina)

O ihr, die ihr glaubt! Seht weder in eueren Vätern noch in eueren Brüdern Freunde, solange sie den Unglauben dem Glau-ben vorziehen. Wer von euch sie sich doch zu Freunden nimmt, das sind die Übeltäter. (Sure 9:23 – at-Tauba)

Du wirst kein Volk finden, das an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und dabei den liebt, der Allah und Seinem Gesandten zuwiderhandelt, und wären es ihre Väter oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Verwandten... (Sure 58:22 – al-Mudschadala)

Wie wir diesen Versen entnehmen können, hängt die Liebe der Gläubigen von keinem Kriterium ab, außer dem, Allah zu lieben. Seine Liebe hängt nicht von Kriterien wie Blutsverwandtschaft oder Reichtum ab, sondern vom Glauben an Allah und von der Moral des Qurans. Ein Gläubiger liebt diejenigen, die einen festen Glauben an Allah haben, die anderen Gläubigen, nicht die, für die Ruhm, Geld und sozialer Status wichtiger als alles andere auf der Welt sind.

Da er seine Liebe von anderen Faktoren außer der Liebe zu Allah gereinigt hat, liebt er am meisten den Menschen, der immer nach dem höchsten Wohlgefallen Allahs sucht und der am gottesfürchtigsten ist. Wer diese Merkmale besitzt, den werden die Gläubigen am meisten lieben. Wenn wir den Quran lesen, sehen wir, dass die Gläubigen am meisten den Propheten liebten, der Allah am nächsten war und Allah am meisten fürchtete:

Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst... (Sure 33:6 – al-Ahzab)

Da das Verständnis eines Gläubigen für Liebe auf dem Glauben basiert, wird er auch seine Ehe auf dieselbe Basis gründen. An diesem Punkt taucht ein wichtiger Unterschied zwischen Gläubigen und Ungläubigen auf.

Die Ungläubigen gründen ihre Ehe oft auf wechselseitige materielle Vorteile. Besonders die Frau erwartet für die Ehe einen reichen Mann, der sie bequem leben lassen wird. Die meisten Mädchen würden einen Mann, dessen Charakter ihnen nicht gefällt, trotzdem wegen seines Reichtums und seiner Berühmtheit heiraten. Es ist so etwas wie ein Handelsvertrag. Der einzige Unterschied ist, dass dieser Vertrag für ein ganzes Leben gültig ist.

Solche Heiratsbeispiele sind oft zu sehen. Es gibt viele junge Mädchen, die einen reichen Alten oder jemanden, der einen schlechten Charakter hat, heiraten, weil er reich oder berühmt ist.

Der Grund der Ehen von den Ungläubigen ist nicht immer Geld. Es gibt auch viele junge Mädchen, die nur physische Eigenschaften für wichtig halten. Solche Mädchen heiraten Männer, die außer einem guten Aussehen keine andere Eigenschaft haben, weil sie diese Männer als einen "Ritter auf einem weißen Pferd" ansehen.

All diese physischen Eigenschaften jedoch werden nach einer kurzen Zeit nicht mehr bestehen. Der Mann, den sie heiratet hat, wird nach einer bestimmten Zeit älter werden, seine Kraft und Gesundheit verlieren. Es ist nicht unbedingt nötig, älter zu werden. Es kann ein Unfall passieren, er kann einen Körperschaden bekommen, an einer Lähmung oder tödlichen Krankheit leiden. Was wird unter solchen Bedingungen mit der Ehe geschehen?

Was wird die Frau tun, wenn ihr Gatte, den sie geheiratet hatte, weil er schöne Augen hat, wegen eines Unfalls erblindet? Mit höchster Wahrscheinlichkeit würde sie die unvernünftige Grundlage, auf der vielleicht die wichtigste Entscheidung ihres Lebens beruht hat, in diesem Moment begreifen.

Der Gläubige zielt auf das ewige Paradies im Jenseits ab. Sein Leben ist dazu bestimmt, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen und diese große Rettung und Glückseligkeit zu erwerben. Da sein Gebet, sein Opfer, sein Leben und sein Tod Allah gehören und auf diesen Kriterien basieren, wird er sicherlich seine Liebe und auch seine Ehe auf dieser Grundlage gründen.

Eine Ehe, die geschlossen wird, um Allahs Wohlgefallen zu erwerben, ist sicherlich von einer Ehe, die völlig auf dem Götzendienst beruht, zu unterscheiden. Eine solche Ehe hängt natürlich nicht von Kriterien wie Vermögen, Berühmtheit, äußeres Aussehen etc. ab. Der einzige Zweck in einer solchen Ehe ist, Allahs Wohlgefallen zu erwerben. Ein Gläubiger wird aus diesem Grund für die Ehe jemanden wählen, der sie immer zum höchsten Wohlgefallen Allahs führen wird. Das heißt, er wird einen Menschen heiraten, der die Eigenschaften der Gläubigen am meisten besitzt und der seiner Meinung nach am frömmsten und am gottesfürchtigsten ist.

Aus diesem Grund wünschten zu den Zeiten des Propheten Muhammad die gläubigen Frauen, die immer nach Allahs Wohlgefallen suchten, den Propheten zu heiraten. Allah hat in den Versen die anderen, die sich entgegengesetzt entschieden haben, als diejenigen beschrieben, die das diesseitige Leben und seinen Schmuck begehren:

O Prophet! Sprich zu deinen Frauen: "Falls ihr das irdische Leben mit seinen Reizen begehrt, dann kommt; ich will euch ausstatten und dann in Frieden gehenlassen. Wenn ihr aber Allah und Seinen Gesandten und die jenseitige Wohnung begehrt, dann hat Allah für die gutgesinnten unter euch herrlichen Lohn bereitet." (Sure 33:28, 29 – al-Ahzab)