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AZTRENDEFRESNLRUITSQBSROKYDAHU

Der Islam, die Religion der Erleichterungen: Gott befahl was leicht ist

Inhalt
  1. Einführung
  2. Der Quran, eine Anleitung zur Erleichterung
  3. Gott befahl was leicht ist
  4. Die Leichtigkeit des Lebens durch die Moral des Quran
  5. Satans schwacher Trick
  6. Schlussfolgerung

Die religiösen Kenntnisse der meisten Menschen basieren auf dem, was sie seit ihrer Kindheit gehört haben. Da sie die Religion nicht aus einer autentischen Quelle wie den Quran gelernt haben, sind sie Opfer von Aberglauben und irrigen Gedanken. Einer der schädlichsten Ansichten ist, dass es schwer ist, religiös zu sein: Das ist völlig irreführend.

Diejenigen, die es beabsichtigten, dass die Religion von ihrem Wesen abweicht und verhindert, dass sie praktiziert wird, bemühten sich im Lauf der Zeit viele schwierige Riten und Aberglauben hinzuzufügen. Durch diese erfundenen Gebräuche verursachten sie das beabsichtigte oder unbeabsichtigte Abrücken der Menschen von der Religion. Doch die Offenbarung Gottes im Quran und die Traditionen unseres Propheten lehren uns, dass es für ehrliche Menschen sehr leicht ist, die Religion zu praktizieren.

Zuerst müssen wir versichern, dass Gott die Menschen sowie alles im Universum aus dem Nichts erschaffen hat. Gott, Der die Menschen besser als sonst jemand kennt und Der ihnen näher ist als ihre „Halsschlagader“, hat die Religion passend zu ihren Veranlagungen gemacht. Gott lehrt in dem folgenden Vers, dass die Menschen zur geeignetsten Religion herbeigerufen wurden, die am besten ihren Charakter entspricht.

So richte dein ganzes Wesen aufrichtig auf den wahren Glauben, gemäß der natürlichen Veranlagung, mit der Gott die Menschen erschaffen hat. Es gibt keine Veränderung in der Schöpfung Gottes. Dies ist die richtige Religion. Jedoch, die meisten Menschen wissen es nicht.

Quran, 30:30

Als Ergebnis von Gottes Barmherzigkeit und Güte besaßen alle wahren Religionen, die im Lauf der Zeit geoffenbart wurden, leich erfüllbare Gebote. Gott wollte immer Leichtigkeit für Seine Gläubigen. Der Vers „... Gott wünscht, es euch leicht und nicht schwer zu machen, ...“ (Quran, 2:185) bestätigt diese Tatsache. Derjenige, der die von Gott gezogenen Grenzen beachtet lebt auf beste Art und am geeignetsten für Seine Veranlagungen. Manche Menschen, die diese Wahrheiten nicht kennen denken, ein besseres Leben führen zu können, wenn die Grenzen aufgehoben wären. Sie glauben freier zu sein, wenn sie sich nicht um die moralischen Werte kümmern müssen. Sie glauben, dass Religion persönliche Einschränkungen bedingt, die ihr Leben schwieriger machen. Im Gegenteil, das sind große Fehler, die Menschen begehen und Trugbilder des Satans, denn es ist sehr leicht, Gottes Religion zu leben und Seine Gebote zu erfüllen. Die tatsächliche Schwierigkeit ist, dort zu leben, wo die Bewohner Gottes Grenzen nicht anerkennen. Solche Erfahrungen haben schreckliche Konsequenzen.

Hauptsächlich in Gemeinden, wo Religion nicht praktiziert wird oder im Leben unreligiöser Menschen gibt es immer Chaos, Betrug, Angst, Furcht, Elend und Stress. Wer Gott nicht fürchtet, kann jede Art unmoralischer Taten begehen, er erkennt keine Grenzen für seine Taten und lebt ein verkommenes Leben. In solch einem Leben zeigen sich die Menschen keinen Opfergeist, keine Liebe oder Respekt und helfen sich nicht gegenseitig, weder geistig noch finanziell. So ein Leben bringt niemandem Glück. Wenn die Grenzen der Religion fallen, kommt das Gegenteil einer friedlich Atmosphäre an die Oberfläche und eine höllische Umgebung entsteht, genau wie Satan es wünscht.

Die Vorfälle, die wir in den letzten Jahren häufig erleben wie weitverbreiteter Drogenmißbrauch und Drogenhandel, Prostitution, Korruption und Betrug sind durch die Distanz zur Religion und somit zu allen geistigen Werten oder Schönheit bedingt. In diesen Situationen meinen die Menschen, die Genehmigung zu haben, so wie sie wollen handeln zu dürfen. Jedoch die Nachteile der geistigen und physischen Zerstörung, die durch diese grenzenlose Lebensweise verursacht werden überwiegen bei weitem die Gefühle der Freiheit, die sie vorgeben zu vermitteln. Denke darüber nach! Was kann der Gewinn einer kranken, vorzeitig gealterten Person sein, deren Haar und Haut den Glanz und Lebenskraft verloren hat, die ein erschöpftes und notleidendes Leben wegen Prostitution, Drogenund Alkoholmissbrauch führt? Ein Leben unter Ablehnung jeder Grenzen und Missachtung der moralischen Werte, hat wirklich keinen Sinn und endet im Nichts. Es verursacht bei allen Beteiligten, ohne Ausnahme große physische und psychische Schäden. Ausserdem sind die Konsequenzen für alle deutlich sichtbar.

Vielleicht denken manche, die gegebenen Beispiele wären sehr extrem. Die Wahrheit ist aber, je mehr ein Mensch ein Leben, entfernt von der Religion führt und Gottes Grenzen missachtet, umso mehr wird er ein unglückliches und schwieriges Leben führen. Und selbst wenn er sein Leben nicht so extrem wie in den Beispielen führt, heißt das nicht, dass er ein leichtes und glückliches Leben hat. Vielleicht lebt er ein bequemeres Leben als die Erwähnten. Aber wirkliches Glück und Frieden kann er nie finden. Mehr noch, für die Distanzierung von Gottes Geboten wird diese Person im Jenseits große Reue und die größten Schwierigkeiten und Schmerzen empfinden.

Jene, die Gott fürchten und Seine Gebote lückenlos befolgen, werden große Vorzüge in dieser und der kommenden Welt erhalten. Vor allem erfahren sie geistige Freuden und haben das reine Gewissen, Gott zu gehorchen. Auf sie warten immer gute Nachrichten und Schönheit. Gott gibt gute Nachrichten an alle, die Sein Wohlgefallen suchen und Seine Grenzen schützen:

Die sich Bekehrenden, die (Gott) Dienenden, die Lobpreisenden, die Fastenden, die sich Beugenden, die sich Niederwerfenden, die das Rechte Gebietenden und das Unrechte Verbietenden, die Gottes Gebote Beobachtenden... verkünde den Gläubigen Heil!

Quran, 9:112

Alle, die entgegen ihrem Gewissen Gottes Gebote nachlässig befolgen, oder den Glauben gräßlich und Untreue gut empfinden, werden Nöte und Schwierigkeiten in diesem und dem kommenden Leben erleiden. Gott unterrichtet uns darüber in einem Seiner Verse:

... Dies sind Gottes Gebote. Und wer Gottes Gebote übertritt, der begeht Unrecht gegen sich selbst. ...

Quran, 65:1

Gott warnt deshalb die Gläubigen vor diesen Gefahren und erklärt im Quran, dass diejenigen, die in der Religion übertreiben, sich von der wahren Religion entfernt haben.

Die Menschen haben als einzige Regel die Gebote Gottes aus dem Quran zu befolgen und alles zu unterlassen, was verboten ist. Wenn Gott alles bestimmt, damit es für die Gläubigen leicht wird, müssen jene, die die Religion verkomplizieren, am Jüngsten Tag dafür Rechnung ablegen. Da sie vor allem wahr sind, ist das Leben und die Gepflogenheiten unseres Propheten sind für uns ein gutes Beispiel. In einer seiner Überlieferungen erinnert der Prophet die Gläubigen, Gottes Gebote nicht zu verlassen bzw. nicht zu übertreten und bestätigt, dass die Religion leicht ist.

„Religion ist leicht“. Niemand kann gegen die Religion ankämpfen, denn er wird besiegt. (Jeder soll sich an die Leichtigkeit der Religion anpassen. Wer immer versucht, gegen die Religion zu sein, wird hilflos dastehen). Bring deine Verhaltensgrundsätze in Ordnung, sei nahe an den Grenzen/Ende.“

Die Menschen sollen die Religion so wie der Überlieferungen des Propheten beurteilen. Es ist falsch, was Gott als leicht, eindeutig und leicht realisierbar übermittelt hat, als schwierig und unverständlich zu bezeichnen. In Wirklichkeit sind die im Quran dargelegten Gebote Gottes so leicht, dass sie jeder in allen Situationen und in jedem Umfeld leicht befolgen kann. In den nächsten Sektionen wird die Erleichterung, die Gott den Menschen in Seinen Grenzen der erlaubten und verbotenen Dinge gegeben hat, behandelt.

Nachsicht in Fragen der Nahrung Gott hat den Menschen viele Wohltaten für den Lebensunterhalt gegeben. Vielfärbige Früchte, mannigfaltige Speisen, Gemüse, Fleisch, Getränke, getrocknete Früchte und Nüsse... Jede einzelne Art ist ein Dienst an der Menschheit:

„Sie werden dich fragen, was ihnen erlaubt ist. Sprich: ‚Erlaubt sind euch alle guten Dinge’ ... “

Quran, 5:4

Gott informiert uns, dass den Menschen jede Speise, die rein erklärt wurde, erlaubt ist zu essen. Gott verbietet den Menschen schädliche Dinge, speziell Kadaver, Blut und Schweinefleisch, zu essen. Gott schreibt in einem Seiner Verse:

Sprich: “In dem, was mir offenbart wurde, finde ich nichts, was verboten wäre, außer Verendetes oder vergossenes Blut oder Schweinefleisch - denn dies ist ein Greuel - oder Unheiliges, über dem ein anderer als Gott angerufen wurde.” Wer aber gezwungen wird, ohne Begierde und ohne Ungehorsam, nun, dann ist dein Herr verzeihend und barmherzig.

Quran, 6:145

In dem Wort „unrein“, das für die verbotenen Speisen verwendet wird, liegt eine tiefe Weisheit, denn Schweinefleisch ist schädlich für die Gesundheit der Menschen.

Schweinefleisch ist sehr fett und dieses Fett geht in das Blut, sobald es gegessen wird. Der Überschuss an Fett im Blut verhärtet die Venen, der Blutdruck erhöht sich und am Ende bildet sich ein Herzanfall. Im Fall der giftigen Chemikalien, die im Schweinefett gefunden wurden -“Toxine”- müssen die Lymphknoten stärker als normal arbeiten, um diese auszuscheiden. Diese Fälle kommen speziell bei Kindern als Lymphknoten-Infektion oder –Schwellung vor. Zusätzlich enthält Schweinefleisch Schwefel in großen Mengen. Das Übermass an Schwefel im Körper setzt sich in den Knorpeln, Muskeln und Nerven ab und verursacht Infektionen, Verkalkungen und Leistenbruch. Darüber hinaus verursacht Schweinefleisch unterschiedliche Arten von ernsthaften Hauterkrankungen und Trichinen (Trichinen werden nur von Schweinen übertragen und sind für den Menschen lebensgefährlich). (Es wurden nur einige der bekannten schädlichen Eigenschaften des Schweinefleisches erwähnt).

Wie man sieht ist es vorteilhaft und schützt die Gesundheit, dass gewisse, für Menschen schädliche Nahrungsmittel verboten werden.

Ein weiterer Punkt muß hier erwähnt werden. Es ist selbstverständlich, dass Gottes Gebote Dinge entweder erlaubt oder verbietet. Die Menschen sind nur für ihre Taten im Zusammenhang mit Gottes Gesetz verantwortlich. Es ist aber Angelegenheit von Gottes Wille, uns die Hintergründe des Verbotes von gewissen Speisen zu eröffnen oder nicht. Damit es aber für die Menschen leichter ist und sie zufrieden sind, legt uns Gott die Gründe hinter den Dingen, auf vielfache Weise offen.

Neben der Aufzählung der verbotenen Speisen im Quran, macht Gott auch klar, wie die Menschen in verschiedenen Lebenslagen reagieren sollen. Auf diese Weise werden Verwirrungen angesichts unerwarteter Situationen verhindert. Diesbezügliche Verse sind folgende:

Esst von dem, was euch Gott bescherte, das Erlaubte und Gute, und dankt für Gottes Wohltaten, falls ihr Ihm dient. Verboten hat er euch nur das Verendete, Blut und Schweinefleisch und das, worüber (beim Schlachten) ein anderer als Gott angerufen wurde. Doch wenn jemand gezwungen wird, ohne danach zu verlangen oder in (absichtlicher) Übertretung, dann ist Gott gewiss verzeihend und barmherzig.

Qur’an, 16:114-115

Die Mahnungen am Ende dieses Verses bezüglich Gottes’ Vergebung und Schutz sind erfreuliche Nachrichten und Trost für Gläubige und Menschen, die einen schwachen Charakter besitzen. Sie dürfen Fehler machen, vergessen, können abgelenkt sein oder ohne zu wollen handeln. Wenn sie es wirklich bereuen wird Gott ihnen vergeben und sie beschützen.

Leichtigkeit für die Betenden Es ist Pflicht der Muslime während ihres ganzen Lebens zu den von Gott festgelegten Zeiten zu beten. Menschen, die ihre religiösen Pflichten nicht erfüllen, schieben diese üblicherweise bis in ihr hohes Alter auf. Das Gebet ist jedoch leicht zu verrichten, gleich wie alle anderen Arten der Verehrung.

Es ist zu beachten, dass es in die Verantwortung jedes einzelnen Menschen liegt, alles was Gott als obligatorisch vorgeschrieben hat, als eine Verpflichtung gegenüber Gott zu befolgen. Als Gegenleistung darf man auf das Wohlgefallen, Gnade und den Himmel Gottes hoffen. Die Erleichterung der obligatorischen Formen der Anbetung zeigt Gottes Gnade und Barmherzigkeit. Alle, die dennoch Gottes Gebote nicht befolgen, können sich nicht damit entschuldigen, sie hätten nicht genügend Kraft gehabt oder es war schwer für sie zu beten. (Ausgenommen jene, die Gott im Quran als nicht verantwortlich bezeichnet hat).

Die Durchführung der rituellen Reinigung ist eindeutig geregelt. Wenn jemand kein Wasser findet, um sich zu waschen, gab Gott das tayammun – den Ersatz des Wassers durch alternativ Sand, Steine oder Schnee. Tayammun kann in jeder Situation leicht durchgeführt werden. Gott informiert uns in einem Seiner Verse, wie Tayammun erfolgen kann, wenn kein Wasser gefunden werden kann.

... Wenn ihr zum Gebet hintretet, so wascht euer Gesicht und euere Hände bis zu den Ellbogen und wischt über eueren Kopf, und (wascht) euere Füße bis zu den Knöcheln. Und falls ihr durch Samen befleckt seid, so reinigt euch. Und wenn ihr krank oder auf einer Reise seid, oder einer von euch kommt vom Austreten oder ihr habt eine Frau (sexuell) berührt und findet kein Wasser, so nehmt guten Sand und wischt euch das Gesicht und die Hände damit ab. Gott will euch keine Last auflegen, jedoch will Er euch reinigen und Seine Gnade an euch vollenden, damit ihr dankbar seid.

Qur’an, 5:6

Gott sagt uns in Seinem Vers, dass die Aufgaben die Menschen nicht überfordern sollen. Gott hat alle Dinge, die im Quran erwähnt sind vereinfacht. Die von Gott befohlene Art der Anbetung ist für die Gläubigen äußerst leicht. Gott in seiner Gnade und Barmherzigkeit gebot die leichtesten und schönsten Formen der Anbetung und des Lebensstil und versprach jenen, die sich daran halten Sein Wohlgefallen, Gnade und den Himmel.

Verkürzte Gebete in Kriegszeiten Im Quran wurden für gewisse Zeiten teilweise Aufhebeungen festgelegt. Zu Zeiten des Propheten Muhammad, als die Gläubigen in schrecklichen Konflikten mit den Ungläubigen lagen, war Gott gegenüber den Gläubigen nachsichtig in der Ausübung der Gebete. Es wurde festgelegt, dass in Kriegszeiten die Gläubigen ihre Gebete wenn es notwendig ist, verkürzen dürfen.

Und wenn ihr durch das Land zieht, begeht ihr keine Sünde, wenn ihr das Gebet abkürzt, aus Furcht, die Ungläubigen könnten euch überfallen. Siehe, die Ungläubigen sind euere offenkundigen Feinde.

Qur’an, 4:101

Aus diesem Vers versteht man, dass Gottes Anordnungen und Gebote voll an Vorteilen und Weisheit für die Gläubigen sind. Gott will kein Mühsal für Seine Untertanen. Gott ist ein wahrer Freund der Gläubigen und deren einziger Beschützer.

Milde bei Fasten Gott befahl den Muslimen während des Monats Ramadan zu fasten. Gott hat aber Ausnahmen wie Krankheit und Reisen erwähnt. Damit erklärt Er abermals, dass Er uns Leichtigkeit statt Mühsal wünscht.

Es ist der Monat Ramadan, in welchem der Quran als Rechtleitung für die Menschen und als Beweis dieser Rechtleitung und als (normativer) Maßstab herabgesandt wurde:

Wer von euch in diesem Monat zugegen ist, soll während seines Verlaufs fasten. Wer jedoch krank ist oder auf einer Reise, der (faste) eine (gleiche) Anzahl anderer Tage. Gott wünscht, es euch leicht und nicht schwer zu machen, und dass ihr die Zahl (der Tage) erfüllt und Gott dafür preist, dass Er euch geleitet hat. Und vielleicht seid ihr dankbar.

Qur’an, 2:185

Der Wunsch Gottes, uns Leichtigkeit bezüglich Seiner Gebote zu geben zeigt uns, dass wir an die Erleichterung der Religion denken und sie verstehen sollen. Jene, die vor der Ausübung ihrer religiösen Verpflichtungen fliehen, weil sie denken, dass sie Schwierigkeiten haben werden, haben keine richtigen Kentnisse der Religion und befinden sich deshalb im Irrtum.

Die vor Gott Nichtverantwortlichen Ein weiterer Beweis der Barmherzigkeit Gottes ist, dass invalide oder kranke Menschen nicht mit den gleichen Verantwortungen beladen werden wie andere. Gott beschreibt dies in einem Seiner Verse:

Kein Vorwurf dem Blinden, kein Vorwurf dem Lahmen, kein Vorwurf dem Kranken, (wenn er zu Hause bleibt.) Wer Gott gehorcht und Seinem Gesandten, den führt Er in Gärten ein, durcheilt von Bächen. Doch wer den Rücken kehrt, den straft Er mit schmerzlicher Strafe.

Qur’an, 48:17

Gott gibt uns einen weiteren Beweis Seiner Gnade und Seines unendlichen Mitleids, indem Er invalide Menschen von der Verantwortung der Verehrung befreit. In dem folgenden Vers wir zum Ausdruck gebracht, dass Gott als einen Beweis für Sein Mitleid und Güte den Menschen kein Schwierigkeiten bereiten will:

... und wenn Gott wollte, wahrlich, Er stürzte euch in Bedrängnis! Siehe, Gott ist mächtig und weise.

Qur’an, 2:220

Nachsicht für ungewollt gebrochene Schwüre Schwören ist allgemein geräuchlich und erfolgt oft aus reiner Gewohnheit, speziell wenn Versprechungen gemacht werden. Das Halten eines Schwurs und die Erfüllung eines Versprechens sind Eigenschaften eines Gläubigen, so wie es Gott im Quran befiehlt. Menschen sind jedoch vergessliche Wesen und in manchen Situationen können sie aus Unaufmerksamkeit übersehen, was sie zu tun gehabt hätten und was ihr Versprechen war. Das ist ein sehr natürlicher Fehler, der von der menschlichen Schwäche herrührt. Unter diesen Umständen hält Gott den Menschen für Schwüre auf das Geratewohl, aus Unaufmerksamkeit oder aus Gewohnheit nicht verantwortlich; Er entbindet den Gläubigen von der Rechenschaftspflicht. Die Erfüllung der Schwüre, mit Ausnahme von zufälligen oder unbeabsichtigten Eiden, werden am Jüngsten Tag überprüft. Gott informiert uns in einem Seiner Verse:

Gott wird euch für Unbedachtes in eueren Schwüren nicht strafen. Jedoch wird Er euch bestrafen für die (böse)Absicht in eueren Herzen. Und Gott ist verzeihend und milde.

Quran, 2:225

Es gibt noch ein weiteres Zugeständnis Gottes bezüglich der Schwüre. Er zeigt Nachsicht gegenüber jenen, die einen Schwur in Seinem Namen mit der Absicht ihn zu brechen leisten, jedoch Reue beschwören.

Gott hat die Möglichkeit für die Lösung euerer (unbedachten) Eide schon aufgezeigt...

Quran, 66:2

... Jedoch wird er euch für das bestrafen, was ihr mit Bedacht (falsch) beschworen habt. Die Sühne dafür soll die Speisung von zehn Armen sein, mit der Speise, die ihr gewöhnlich eueren Familien gebt, oder ihre Bekleidung oder die Befreiung eines Nackens. Wer aber (die Mittel dazu) nicht findet, der faste drei Tage. Dies ist die Sühne für die Eide, die ihr (falsch) geschworen habt. Und haltet euere Eide. So macht euch Gott Seine Botschaft klar, damit ihr dankbar seid.

Quran, 5:89

Aus diesen Versen kann man verstehen, dass Gott einen leichten Weg aufzeigt, um in beiden Situationen gemäß der Religion zu handeln. Am besten und am richtigsten ist es natürlich Schwüre zu halten. Eine Person kann jedoch sein Versprechen vergessen oder die Situation kann sich, seitdem er sein Wort gegeben hat geändert haben und er kann außerstande sein, es zu halten. Mit Seinem Wunsch nach Wohlergehen für jederman sagt uns Gott die Bedingungen, unter welchen Eidbrüche wieder gutgemacht werden können und zeigt allen einen Ausweg.

Die Regeln für die Wiedergutmachung nach einem Eidbruch wurden aufgestellt, um das Gewissen eines Schwörenden zu erleichtern. Da die Person, die einen Eid bricht mit der Wiedergutmachung seiner Handlung konfrontiert wird, wird er zweimal denken, ob er wirklich den Eid brechen muss oder ob er ihn doch noch erfüllen kann. Am Ende wird er zu der gewissenhaftesten und besten Entscheidung gelangen.

Aus den bislang erwähnten Punkten kann man verstehen, dass Gott Seine Religion sehr leicht gestaltet hat. Der Islam ist jederzeit und in jeder Beziehung eine Religion der Leichtigkeit. Wenn jemand ein wahrer Gläubiger und Gott für die Wohltaten, die Er uns gegeben hat dankbar sein will, wird er keinerlei Schwierigkeiten bei der Ausübung seiner Religion wahrnehmen.

Gottes Prüfung ist sehr leicht Menschen, die von der Religion entfernt leben bestimmen ihre eigenen Ziele während ihres Lebens. Diese Ziele haben eines gemeinsam, sie sind auf ein weltliches Leben ausgerichtet. Das Ideal der meisten Leute ist z.B. ein Facharzt, ein erfolgreicher Ingenieur, ein guter Vater, ein reicher Geschäftsmann, ein weltbekannter Künstler oder ähnliches zu werden. Diese Menschen bemühen sich, arbeiten schwer und zeitweise verzichten sie auf verschiedene Dinge, um Erfolg, Glück und ein angenehmes Leben in anderen, als in den vorher genannten Gebieten zu haben und sie versuchen, einen gewissen Status selbst zu erreichen. Wenn sie jedoch dadurch ganz in Anspruch genommen werden, vergessen oder übergehen sie den wahren Grund ihres Daseins auf dieser Welt.

Um dieses Versäumnis zu bereinigen, sollte sich jeder, indem er über sein Leben nachdenkt und erkennt, dass er eines Tages sterben wird, gewisse Fragen stellen. “Warum bin ich auf dieser Welt?” “Was ist der Gund warum ich lebe?” “Vielleicht wurde ich wirklich ein erfolgreicher Architekt, konstruierte viele Gebäude, wurde wohlhabend, bekam einen Titel und wurde berühmt, aber was bringen mir all diese Erfolge? Welcher davon wird nach dem Tod noch Wert haben? Welche Vorteile werden die Dinge, die ich zurücklasse mir im Jenseits bringen? Besteht meine Existenz nur aus dem Leben in dieser Welt?” Diese prinzipiellen Fragen sollen sich die Menschen stellen, bevor sie sterben.

An diesem Punkt sollte erwähnt werden, dass offensichtlich die Menschen eine berufliche Laufbahn haben wollen, und sogar begehren, äusserst erfolgreich im Beruf zu sein und dafür hart zu arbeiten. Es ist aber sehr wichtig nicht zu vergessen, dass alle Arten von Beschäftigung nur Mittel sind, die Menschen ihrem letzten Ziel näher zu bringen. Eine große Anzahl von Menschen vergessen jedoch den wahren Zweck ihres Lebens und widmen ihr ganzes Leben vergänglichen Dingen, die in Wirklichkeit nur Hilfsmittel sind.

Es gibt eine große Wahrheit, die jeder ohne lange nachzudenken, begreifen kann: Gott hat den Menschen und die Welt zu einem speziellen Zweck geschaffen. So wie uns der Quran lehrt, der Zweck der Menschheit ist alleine Gott zu dienen. Der Zweck der Erschaffung des Universums ist, als Versuchsgelände, wo der Status des Menschen im Jenseits bestimmt wird, zu dienen. Gott informiert uns über diese Wahrheit im Quran:

Der Tod und Leben schuf, um zu prüfen, wer von euch am besten handelt. Und Er ist der Erhabene, der Verzeihende.

Quran, 67:2

Gott gab den Menschen zahllose Beweise, damit sie den vorübergehenden Charakter dieser Welt verstehen und dass ihre wirkliche Residenz, wo sie für immer leben werden, das Jenseits ist.

Es gibt z.B. hunderte von verschiedenen Arten von Krankheiten; das mikroskopisch kleine Virus ist in der Lage das Leben eines Menschen, der millionenfach größer ist, zu bedrohen; eine Person muß sich andauernd sauber halten, essen, ruhen und schlafen; das Leben eines Menschen ist sehr kurz, im Durchschnitt 60-70 Jahre, die Zeit hat einen ermüdenden Einfluss auf ihn und das sein Ende ist ohne Ausnahme der Tod; der Mensch muss alle seine Lieben, seinen Reichtum, seine Besitztümer und sein Ansehen, das er während seines Lebens erworben hat, zurücklassen; schließlich tritt nachdem er gestorben und begraben ist der Zerfall des Körpers ein. Diese und viele andere ähnliche Gründe sind genug, um zu verstehen, dass das Menschenleben kurz und voller Mängel ist, und als solches kann es nie die menschliche Seele zufriedenstellen. Das sind alles wichtige Wahrheiten, die den Menschen davon abhalten, mit dieser Welt verbunden zu sein. Gott sagt uns im Quran, dass die Welt nicht grundlos, sondern für einen ganz bestimmten Zweck erschaffen wurde.

Und Wir erschufen den Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist gewiss nicht zu Scherz und Zeitvertreib. Hätten Wir zum Zeitvertreib ein bloßes Spiel spielen wollen, hätten Wir es gewiss in Uns Selbst gefunden, ...

Qur’an, 21:16-17

Tatsächlich wird man durch etwas Nachdenken verstehen, dass die Welt nicht der Platz ist, wo man für immer bleibt; sie ist nur ein Ort der Prüfung. Dieses Leben ist nicht der letzte Halt sondern nur ein kurzer Zwischenaufenthalt und jeder wird für die Momente, den er auf diesem vergänglichen Platz verlebte, zur Rechenschaft gezogen werden. Am wichtigsten ist es, dass man eine Verantwortung gegenüber Gott hat, Der alles aus dem Nichts erschaffen hat.

Derjenige, der diese Gedanken denken kann sollte einen Schritt weitergehen und denken: Gott prüft die Menschen mittels unterschiedlicher Ereignisse, sowohl guter als auch schlechter. Alle Vorfälle die ein Mensch täglich erlebt, sind in Wirklichkeit Prüfungen, die feststellen sollen wo seine ewige Bleibe nach dem Tod sein wird. Gott machte diese Prüfungen für jedermann leicht und informierte, welcher Weg begangen werden soll und was zu tun ist:

Siehe, Wir erschufen den Menschen fürwahr aus einem Tropfen Samen, ... um ihn zu prüfen. Und wir gaben ihm Gehör und Augen. Wir leiteten ihn gewiss des Weges, ob er (nun) dankbar oder undankbar gewesen war.

Qur’an, 76:2- 3

Wie es in den Versen geschrieben steht hat Gott den Menschen in ihrem Leben bestimmt den Rechten Weg gezeigt und hat sie befähigt, Kenntnisse über Religion und gute Moral zu erwerben. Jeder, bevor er stirbt, wird zur Religion gerufen und bekommt die Möglichkeit, zu erfahren was richtig ist. Jeder weiß, dass die Welt ein vorübergehender Platz ist und dass er, im Hinblick auf das Leben danach, in einer Gott gefälligen Art leben muss. Kurz, es handelt sich nicht um eine, den Menschen unbekannte Prüfung und jeder weiß, wie sie bestanden werden kann. Gott zeigt durch die Gesandten, die Er zu allen Zeiten sandte, durch die Bücher, die Er offenbarte und durch das Gewissen, welches Er in jedem von uns schuf, den Menschen den Rechten Weg und behütet sie vor allem Falschen. Für diejenigen die an Gott glauben, sich Ihm völlig unterwerfen, nur Gott als ihren wirklichen Freund und alleinigen Beschützer sehen, sich in jeder Situation an Gott wenden ist jede Prüfung, die Er geschaffen hat leicht und angenehm. Für diejenigen, die die Geheimnisse des Glaubens kennen und ehrlich an Gott glauben wird es keine Not, Erschwernisse, Traurigkeit, Leiden oder Komplikationen in dieser Welt geben. Jede Lage wendet sich in eine Wohltat, wobei man Gott näher kommen und sogar den Himmel erhoffen kann.

Die notwendige Voraussetzung für den wahren Glauben ist die Anerkennung Gottes und das Vertrautsein mit Ihm. Je deutlicher eine Person Gott anerkennt und über Seine Macht weiß, desto frömmer und näher wird er zu Gott sein. Wenn jemand z.B. Gottes Vergebung kennt, wird nie verzweifelt oder pessimistisch wegen seiner Schuld und Fehler sein. Wer daran glaubt, dass Gott der Ernährer ist, wird nie geizig werden. Er weiß, dass Got für den Lebensunterhalt sorgt: er arbeitet und bemüht sich und weiß aber, dass Gott die Größe der Wohltaten, die er erhalten wird bestimmt und dass er selbst daran nichts ändern kann. Demnach ist die Welt voll mit Leichtigkeit und Gnaden für denjenigen, der über Gott weiß und Ihn anerkennt; diese Person lebt jeden Moment in Bewunderung der Offenbarungen Gottes und der Schönheit Seiner Schöpfung. Kurz gesagt, für fromme Muslime, die sich Gott unterworfen haben, ist die Prüfung, die Gott für sie vorgesehen hat, äußerst leicht und angenehm.

Gott verzeiht Gottes unendliche Güte und Mitleid ist eine große Gnade für die Menschen, weil sie Geschöpfe sind, die nachlässig und vergeßlich sein können und Fehler begehen. In Seiner unendlichen Güte hat Gott den Menschen immer die Möglichkeit gegeben, um Vergebung und zu bitten und zu bereuen. Jeder Gottfürchtige der ehrlich wünscht, dass seine Sünden vergeben werden kann auf Gottes Vergebung hoffen. Es steht im Quran:

Gott will sich euch gnädig zuwenden ...

Quran, 4:27

Gott informiert uns über Seine Eigenschaft immer zu verzeihen:

Und wer eine Missetat begeht oder gegen sich sündigt und Gott dann um Verzeihung bittet, wird Gott verzeihend und barmherzig finden.

Quran, 4:110

Gott mit Seiner Vergebung gibt den Menschen während des ganzen Lebens andauernd neue Gelegenheiten. Das einzige, was ein Mensch zu tun hat ist, seine Fehler einzugestehen, in der Hoffnung sie nicht zu wiederholen und zu bereuen, und vor seinem Tod sein Gewissen anzuhören. Gott lehrt uns in einem Seiner Verse, dass nur unaufrichtigen reumütigen Personen nicht vergeben wird:

Keine Vergebung haben aber jene zu gewärtigen, welche Übles taten bis, wenn der Tod sie ereilt, sie sprechen:

“Siehe, jetzt bekehre ich mich!”, und auch nicht jene, die als Ungläubige sterben. Für jene bereiten Wir schmerzliche Strafe.

Quran, 4:18

Gottes Vergebung für die Fehler der Menschen, die Aufschiebung der Bestrafung und die Gewährung einer weiteren Gelegenheit während ihres ganzen Lebens ist ein Beweis für Seine Güte, Gnade und Mitleid. Gott sagt uns, wenn die Menschen für ihre Sünden augenblicklich bestraft würden, gäbe es kein lebendes Geschöpf auf dieser Erde:

Wenn Gott die Menschen für alle ihre Sünden strafen würde, würde Er nichts, was sich regt, auf Erden belassen. Jedoch Er gewährt ihnen bis zu einem bestimmten Termin Aufschub. Doch wenn ihr Termin gekommen ist, können sie ihn weder um eine Stunde verschieben noch beschleunigen.

Quran, 16:61

Demnach ist es egal, welche Fehler oder Sünden man begangen hat, es ist nie zu spät, sich in eine von Gott gefällige Person zu verändern. Es ist gleichgültig, wieviele Fehler eine Mensch begangen hat oder wie weit er sich in der Vergangenheit von der Religion entfernte, so lange als er ergeben Reue zeigt, und ein frommes Geschöpf Gottes wird. Seine Sünden sind nur Erinnerungen, die die Gelegenheit bieten, eine Lehre daraus zu ziehen, damit er weder den gleichen Fehler wiederholt noch ihn in der Zukunft nochmals begeht. Gott erklärt, dass Er jene frommen Muslime für ihre Vergangenheit nicht zur Rechenschaft ziehe, wenn sie den Rechten Weg gefunden haben, nachdem sie gewarnt wurden:

... Gott vergibt, was zuvor geschah. Wer es aber wieder tut, dem vergilt Gott dafür. Und Gott ist mächtig und Herr der Vergeltung.

Qur’an, 5:95

Sprich zu den Ungläubigen:

Wenn sie aufhören, wird ihnen das bereits Geschehene verziehen. Tun sie es aber wieder, so ist die Bestrafung der Früheren ein warnendes Beispiel für sie.

Qur’an, 8:38

Gott machte damit zweifellos in Seiner Religion ein großes Zugeständnis.

Gott erhört alle Gebete und ist jedem sehr nahe In nichtreligiösen Kreisen wurde das Gebet zu Gott durch Aberglauben und falschen Vorstellungen verkompliziert. Diese Menschen haben Gebetszeiten festgesetzt, obwohl sie ebensogut zu jeder anderen Zeit beten konnten, bzw. Mittler zwischen sich und Gott eingesetzt. Gott warnte die Menschen vor diesen falschen Ideen:

Gebührt nicht Gott (allein) der aufrichtige Glaube? Diejenigen aber, welche sich Beschützer annehmen, (sprechen:) “Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Gott näherbringen! Gott wird unter ihnen gewiss über das richten, worüber sie uneins sind. Wahrlich Gott leitet nicht, wer unaufrichtig, undankbar ist.

Qur’an, 39:3

Diejenigen, die behaupten man benötige Mittler um zu Gott zu beten versuchen die anderen zu täuschen, indem sie die Religion als Mühsal zeigen. Der Vers 50:16 des Quran sagt uns:

„Wir erschufen doch den Menschen und wissen was ihm sein Inneres zuflüstert. Und Wir sind ihm näher als (seine) Halsschlagader.“

Quran 50:16

Gott ist den Menschen näher als jeder andere. Der Bittsteller kann sich jederzeit an Gott wenden, indem er seine Stimme zu Gott erhebt und durch Gebete, wann immer er will, um Hilfe fleht.

Der Mensch braucht nicht auf spezielle Zeiten warten. Er kann zu Gott beten, jederzeit und jede Minute. Ansonst würde er selbst neue Regeln erstellen. Er kann zu Gott beten und Ihn sagen, was er will, wenn er auf der Straße geht, die Stiegen herunterkommt, beim Einkaufen ist, TV sieht, sich im Aufzug befindet, irgendwo wartet, am Abend zu Bett geht, sein Frühstück zu sich nimmt, im Auto fährt, kurz überall und jederzeit. Es ist alleine aureichend, wenn er kurz daran denkt, denn Gott weiß alles, sogar das, was im Herzen versteckt ist.

Wer immer zu Gott betet soll wissen, dass Gott bestimmt alle Gebete erhört. Gott sagt uns, dass Er die Dinge von Menschen in Not, die sich an Ihn wenden, vereinfacht.

Wer antwortet denn dem Bedrängten, wenn er Ihn anruft, und beseitigt des Übel und macht euch zu Statthaltern auf Erden? Was? Ein Gott neben Gott? Wie wenig nehmt ihr es euch zu Herzen!

Qur’an, 27:62

Diese unbegrenzte Möglichkeit, die Gott den Menschen gibt ist zweifelsfrei eine Bestätigung seiner unendlichen Güte. In zahllosen Versen im Quran erwähnt Gott Seine Nähe zu den Menschen, Seinen Schutz der sich Ihm Zuwendenden und Seine Erhörung der zu Ihm Betenden. Einer dieser Verse ist folgender:

Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, siehe, Ich bin Nähe. Ich will dem Ruf des Rufenden antworten, sobald er Mich ruft. Doch auch sie sollen Meinen Ruf hören und an Mich glauben; vielleicht schlagen sie den rechten Weg ein.

Qur’an, 2:186

Die Gläubigen sollen abermals an die Gnade und den Segen Gottes denken und in Übereinstimmung mit Gottes Wohlgefallen leben. Diese Milde, die uns Gott zeigte gibt uns eine große und unbegrenzte Gelegenheit; Gott, der Besitzer und Eigner von allem, verspricht, alles anzuhören, was die Menschen wünschen. Und Gott hält immer Seine Vesprechungen.

Gott belastet niemanden mit mehr, als er tragen kann Die Lebenslagen, denen man ausgesetzt ist, egal wie schwer sie im Moment erscheinen, sind in Wirklichkeit ertragbar. Gott, der Schöpfer der Menschen gibt ihnen ihre Seele. Er weiß am besten, wieviel sie aushalten und welche Bürde und Mühsal sie ertragen können.

Got bestätigt in vielen Versen, dass Er niemanden über Vermögen heimsuchen würde. Niemand erfährt Ungerechtigkeit. Gott belastet niemand über Vermögen. Jedem wird zuteil, was er verdient hat, und über jeden kommt nach seinem Verschulden.”...

Qur’an, 2:286

Diejenigen aber, welche glauben und das Rechte tun - Wir belasten keine Seele über ihr Vermögen hinaus - sollen Gefährten des Paradieses sein und darin ewig verweilen.

Qur’an, 7:42

Ohne Zweifel werden die Situationen, die Menschen geduldig bewältigen müssen, unterschiedlich sein. Die meisten Menschen werden auf unterschiedliche Art geprüft. Aber schließlich stellt Gott die Menschen im Verhältnis zu ihrer Stärke auf die Probe. Manche Menschen führen z.B. ein Leben in großer Not. Daher wird ihre Geduld mit der Verarmung geprüft. Manche Menschen leben in Reichtum und Überfluß. Hier wird die Dankbarkeit gegenüber Gott, ihr Moral und ihre Großzügigkeit geprüft. Letzendlich lebt der Reiche und der Arme das Leben, was für sie das beste ist. Gleichgültig wie bedürftig ein Armer wird, es ist keine Bürde, mit der er nicht umgehen könnte. Gleicherweise ist es nicht erheblich, in welchem Ausmaß ein Reicher in Überfluß lebt, dies würde ihn nicht notwendigerweise zu einer verdorbenen und undankbaren Person machen. Die Treue dieser Personen zu Gott und die Furcht vor dem Jüngsten Tag befähigt sie, nach der Moral des Quran zu leben und macht aus ihnen Menschen, die Gebote der Religion befolgen. Solche Menschen unterwerfen sich Gott in jeder Situation. Sie suchen nur Seine Hilfe und Sein Wohlgefallen. Sie zeigen nie Enttäuschung angesichts der Schwierigkeiten und wenden sich nie von der Religion ab, selbst wenn die Prüfung äußerst hart ist. Den Menschen, die sich Gott fügen und Ihm vertrauen erleichtert Er die schwersten Aufgaben als ein Zeichen Seiner Gnade und Barmherzigkeit. Die Sure al-Kahf, Vers 88 klärt diesen Punkt:

Wer aber glaubt und das Gute tut, der soll schön belohnt werden, und wir werden ihm leicht vollziehbare Befehle erteilen.”

Quran 18:88

Gott lenkt die Aufmerksamkeit auch in anderen Versen auf diese Wahrheit:

Was nun den anbetrifft, der gibt und (Gott) fürchtet Und das Beste für wahr erklärt, Dem machen Wir den Weg zum Heil leicht.

Qur’an, 92:5-7

Allen, die sich Gott nicht unterwerfen oder Ihm nicht vertrauen, werden leichte Aufgaben schwierig erscheinen. Als Konsequenz für ihre Undankbarkeit, Verleugnung der Religion und Ablehnung der Moral des Quran wird Gott ihnen in dieser Welt Mühsal bescheren.

Was aber den anbetrifft, der geizig ist und auf niemand angewiesen zu sein glaubt Und das Beste für Lüge erklärt, Dem machen Wir den Weg zum Unheil leicht. Und sein Reichtum nützt ihm nichts, wenn er hinabgestürzt wird.

Uns obliegt fürwahr die Rechtleitung.

Qur’an, 92:8-12

Gott gewährt Erleichterung mit jedem Mühsal Durch die Gnade Gottes, erhielten wir die gute Nachricht, dass den Menschen die durch die Prüfung auferlegten Bürden erleichtert werden. Gott teilt uns dies in folgendem Vers mit:

Doch wahrlich, mit (jeder) Schwierigkeit kommt (auch) Erleichterung!

Qur’an, 94:5

Wenn wir über das Leben des Propheten und frommer Menschen im Quran lesen, ist es bemerkenswert, dass in jeder scheinbar schwierigen Lage Gott Erleichterung beschert. Gott, der „Eroberer“ öffnet und vereinfacht alle Wege.

Der Quran gibt uns Beispiele von Gläubigen, die, während sie im Namen Gottes kämpften, Übergriffe erlitten und deswegen ihre Häuser verlassen mussten. Diese Menschen mussten ihre Arbeit, Häuser, Gärten und sonstiges Eigentum zurücklassen und in fremde Länder, wo sie niemanden kannten, auswandern. Von aussen betrachtet erscheint dies eine schwierige Lage. Aber in der Sure an-Nisa’ informiert uns Gott, dass Er die Lage der Gläubigen, die auswandern mussten erleichterte und Er segnete sie:

Und wer auf Gottes Weg auswandert, wird auf der Erde viel Zuflucht und Wohltaten finden. Und wer sein Haus verlässt und zu Gott und Seinem Gesandten auswandert und dabei vom Tod ereilt wird, dessen Lohn ist bei Gott; und Gott ist verzeihend und barmherzig.

Qur’an, 4:100

Demnach erfüllte Gott Sein Versprechen an die Gläubigen, die zur Zeit des Propheten lebten. Den Gefährten des Propheten, die keinen Wert auf irdische Güter legten und selbstlos alle Mühen im Namen Gottes auf sich nahmen, gab Gott die bestmöglichen Mittel für ihren Lebensunterhalt und Unterkunft. Verglichen mit anderen Menschen macht Gott ihnen die Arbeit bedeutend leichter. Die Erleichterungen und Wohltaten, die die Gefährten erhielten, sind im Quran aufgezeichnet:

Und bedenkt, wie wenige ihr wart und für wie schwach man euch allgemein hielt und dass ihr fürchtetet, von den Leuten verschleppt zu werden. Er aber beschirmte euch und stärkte euch mit Seiner Hilfe und versorgte euch mit den guten Dingen des Lebens, damit ihr dankbar sein möget.

Qur’an, 8:26

Weitere Erfahrungen in den Leben anderer Propheten sind klare Beispiele das Leichtigkeit des Lebens der Gläubigen.

In vielen Ereignissen im Leben des Propheten Joseph ist die Linderung des Mühsals offensichtlich. Nachdem der Prophet Joseph von seinen Brüdern in einen Brunnen geworfen wurde, hat ihn eine Karawane entdeckt. Die Leute, die Joseph gefunden haben, verkauften ihn an einen Minister als Sklave. Kurz darauf wurde Joseph wegen einer Missetat angeklagt und in den Kerker geworfen, obwohl er nichts Falsches getan hatte. Die Folge der Ereignisse in Joseph’s Leben ist nach erstem Hinsehen sehr schwierig. Gott aber belohnte ihn für seine gute Moral und Dankbarkeit und zeigte ihm Seinen Willen, die Schwierigkeiten zu erleichtern. Der Prophet Joseph wurde nach anscheinend negativen Situationen Oberster Schatzkämmerer und ein wichtiger Minister.

Der Prophet Moses erlebte, dass Gott den Gläubigen hilft, indem er Mühsale erleichtert. Der Prophet Moses gewann in seinem Kampf gegen den Pharao, den grausamsten jemals lebenden Menschen, mit Gottes Hilfe die Oberhand. Gott erhörte seine Gebete, als Moses Ihn anflehte, ihm seinen Bruder Aaron als Gehilfe zu geben. Gott befähigte Moses die Zauberer des Pharaos zu besiegen, indem Er ihn mit übernatürlichen Kräften ausstattete. Der Prophet Moses vergaß nicht einmal in den schwierigsten Zeiten, dass Gott den Gläubigen hilft. Verfolgt durch die Armee des Pharao und das Rote Meer vor sich erinnerte Moses seine Gefährten, dass Gottes Hilfe immer mit ihnen ist und dass Er ihnen einen Ausweg zeigen wird:

Er sprach: “Keineswegs! Seht, mein Herr ist mit mir. Er wird mich richtig führen.” Und da offenbarten Wir Moses:

“Schlag mit deinem Stab auf das Meer!” Da teilte es sich, und jeder Teil war wie ein gewaltiger Berg. Daraufhin ließen Wir die anderen nachkommen. Wir retteten Moses und die mit ihm waren, allesamt. Dann ließen Wir die anderen ertrinken.

Qur’an, 26:62-66

Eine andere Erläuterung aus dem Leben des Propheten ist, als der Prophet von den Ungläubigen verfolgt wurde und er versteckte sich mit einem Gläubigen in einer Höhle. Der einzige anwesende Gläubige, welcher dem Propheten Muhammad hilft, als er von den Ungläubigen bedroht wurde, ist ein Beispiel für die Gottesgewollte Linderung von Schwierigkeiten.

Wenn ihr ihm nicht beisteht, (so bedenkt) dass ihm bereits Gott geholfen hat als ihn die Ungläubigen vertrieben - als beide in der Höhle wären, und als er zu seinem Gefährten sprach:

“Sei nicht traurig! Siehe, Gott ist mit uns.” Da sandte Gott Seinen großen Frieden auf ihn nieder und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht. Und Er machte das Wort der Ungläubigen unterlegen und Gottes Wort überlegen. Und Gott ist mächtig und weise.

Qur’an, 9:40

Wenn man auf den eigentliche Sinn der Dinge blickt, kann man sehen, dass Gott alles im Leben vereinfacht. Nur Menschen, die Gott fürchten, die sich in Seine Hand geben, die alle ihre Schwierigkeiten als ihr Schicksal ansehen und die den Glauben an Gott als ihren einzigen wahren Freund und Beschützer haben, erkennen diese Tatsache. In Seinen Versen informiert uns Gott, dass Er diese Menschen, wenn sie es am wenigsten erwarten, segnen und ihre Aufgaben erleichtern wird.

... So wird ermahnt, wer an Gott glaubt und an den Jüngsten Tag. Und wer immer Gott fürchtet, dem zeigt Er einen Ausweg. Und versorgt ihn auf unvermutete Weise. Und wer auf Gott vertraut, für den ist Er sein Genüge. Siehe, Gott verwirklicht Sein Vorhaben. Gott hat allem sein Maß bestimmt.

Qur’an, 65:2-3

Der Vermögende spende seinem Vermögen gemäß. Wem aber sein Unterhalt eng bemessen ist, der spende dem gemäß, was ihm Gott gegeben hat. Gott belastet keine Seele über das hinaus, was Er ihr gegeben hat. Nach Bedrängnis gibt Gott Erleichterung.

Qur’an, 65:7

Gott sagt und in Seinen Versen, dass Er für jene, die wahrhaftig Seine Gebote befolgen, die Dinge vereinfacht. Wer dies glaubt, wird angesichts von Schwierigkeiten nie Schwäche zeigen.

In der Sure al-Inshirah berichtet uns Gott, dass nach jedem Leid Linderung kommt und dass Er die Bürden von den Menschen nimmt.

Haben Wir dir nicht deine Brust geweitet Und deine Last von dir genommen, Die so schwer auf deinem Rücken lastete? Und (haben Wir dir nicht) dein Ansehen erhöht? Doch wahrlich, mit (jeder) Schwierigkeit kommt (auch) Erleichterung! Doch wahrlich, mit (jeder) Schwierigkeit kommt (auch) Erleichterung!

Qur’an, 94:1-6

Gott gewährt den Gläubigen Erleichterung und Hilfe auf unsichtbare und unmerkliche Weise Am Anfang erwähnten wir, dass die Welt ein Gerichtsort ist, wo der Glauben der Menschen an Gott und das Jenseits geprüft wird. Da die Guten und Bösen, von außen betrachtet, ein Leben nach den gleichen Maßstäben führen, ist diese Prüfung erforderlich. Jedoch ist das Leben der Gläubigen und das der Menschen, die Gott leugnen, sehr unterschiedlich. Wie wir vorher bereits erwähnten macht Gott die Dinge für jene, die an Ihn glauben leichter; selbst in wirklich schierigen Situationen zeigt Er immer einen Ausweg. Das ist eindeutig die Hilfe Gottes.

Es wurde geoffenbart, dass Gott Seinen Menschen auf unmerkbare Weise hilft und dass Er ihnen auf unerwarteten Wegen Hilfe und Erleichterung bringt. Hier folgt eine Aufzählung von Formen der Hilfe, wie sie im Quran aufgeführt wurden.

Gott sendet Gläubigen Hilfe durch Seine Engel Gottes Hilfe an Gläubige wurde auf verschiedene Weise geoffenbart. Eine Art der Hilfe Gottes ist die Entsendung von Engeln in Zeiten der Not. Gott informiert uns im Quran über diese Hilfe an dem Beispiel eines Ereignisses aus der Zeit des Propheten.

Als du zu den Gläubigen sprachst:

“Genügt es euch denn nicht, dass euer Herr euch mit dreitausend herabgesandten Engeln hilft? Doch ja, wenn ihr standhaft und gottesfürchtig seid und sie euch sofort angreifen, wird euer Herr euch mit fünftausend heranschwebenden Engeln beistehen.” Und dies machte Gott allein als Freudenbotschaft für euch und damit euere Herzen ruhig sein würden - denn nur von Gott, dem Mächtigen, dem Weisen, kommt der Sieg.

Qur’an, 3:124-126

In einem anderen Vers verdeutlicht Gott, dass Er Gläubigen mit undsichtbaren Armeen hilft:

O ihr, die ihr glaubt! Gedenkt der Gnade Gottes für euch, als Heere gegen euch aufmarschierten und Wir einen Sturmwind und für unsichtbare Heerscharen gegen sie entsandten. Und Gott sieht wohl, wie ihr euch verhaltet.

Qur’an, 33:9

Die Nachricht Gottes, dass Gläubige immer siegreich bleiben werden, ist ein beruhigendes und ermutigendes Versprechen. Es muss aber die Aufmerksamkeit auf einen anderen Punkt gerichtet werden: jede Hilfe kommt von Gott und Er ist zweifellos der Allmächtige. Die Gläubigen wissen, dass der wahre Sieg und die Hilfe aus Gottes Händen kommen. Sie vergessen niemals, dass die helfenden Engeln von Gott gesendet waren und dass die Hilfe und Unterstützung Gottes durch Seine Engel bekundet wurde. Unser Schöpfer erwähnt diese Wahrheit in Seinen Versen:

(Erinnert euch) als ihr zu euerem Herrn um Hilfe schriet und Er euch antwortete:

“Siehe, Ich werde euch mit tausend Engeln helfen, einer dem anderen folgend, “ Sagte Gott dies als Freudenbotschaft und um damit euere Herzen zu beruhigen; denn der Sieg kommt ja nur von Gott. Siehe, Gott ist mächtig und weise.

Qur’an, 8:9-10

Gläubige, die wissen, dass Gott wen immer und so wie Er will hilft, verlieren nie ihr Vertrauen und ihre Ruhe, selbst in wirklich schwierigen Situationen. In diesem Seelenzustand führen sie in geistiger Sicht ein schönes Leben.

Gott zeigt die Gläubigen ihren Feinden in größerer Anzahl als sie tatsächlich sind Durch den Willen Gottes waren die Gläubigen den Ungläubigen immer zahlenmäßig unterlegen. Dennoch waren sie immer siegreich und nicht die zahlenmäßig Stärkeren. Die Gläubigen mit ihrer Gottgegebenen Weisheit, Scharfsinn, Urteilsvermögen und guten Sitten, waren gegen die Ungläubigen immer erfolgreich. Darüber hinaus zeigte Gott die Gläubigen zahlenmäßig stärker als sie in Wirklichkeit waren, was die Ungläubigen einschüchterte und furchtsam machte. Gott erzählt davon in Seinen Versen mit einem Beispiel aus den Zeiten des Propheten:

Und beim Zusammentreffen ließ Er sie in eueren Augen als wenige erscheinen und verkleinerte euch in ihren Augen, damit Gott eine Sache vollendete, die geschehen sollte. Und zu Gott kehren alle Dinge zurück. O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr auf eine Gruppe stoßt, bleibt fest und gedenkt häufig Gottes, auf dass es euch wohl ergehen möge.

Qur’an, 8: 44-45

Es ist bestimmt ein Wunder Gottes, dass die Ungläubigen eine kleine Armee von Gläubigen größer sahen als sie in Wirklichkeit war und dass zur gleichen Zeit die Herzen der Gläubigen erleichtert wurden. Damit hat Gott den Gläubigen den Erfolg gebracht.

Gott sagt dem Prophet Muhammad in Seinen Versen, dass Er die Stärke der Gläubigen um ein Vielfaches vergrößern wird, wenn immer Er will. Er verspricht den Gläubigen, ihnen größere Kräfte zu verleihen und ihnen als Belohnung für ihre Geduld den Sieg zu schenken.

O du Prophet! Feuere die Gläubigen zum Kampf an! Sind auch nur zwanzig Standhafte unter euch, können sie zweihundert überwinden. Und wenn unter euch hundert sind, so können sie tausend der Ungläubigen überwinden, weil diese ein Volk ohne Einsicht sind. Für jetzt hat es euch Gott leichter gemacht; denn Er weiß um euere Schwäche. Wenn also unter euch hundert Standhafte sind, sollen sie zweihundert überwinden; und wenn unter euch tausend sind, sollen sie mit Gottes Erlaubnis zweitausend überwinden. Und Gott ist mit den Standhaften.

Qur’an, 8:65-66

Wie man es in den obigen Versen lesen kann, half Gott den Gläubigen als sie zu Zeiten des Propheten im Krieg waren, indem Er sie in den Augen der Ungläubigen zahlenmäßig und in der Stärke größer machte. Gott ist immer der Freund und Helfer der Gläubigen. Gleichgültig wie groß die Übermacht der Ungläubigen war, am Ende ist Gott der Besitzer aller Macht. Gott kann tun was Er will, indem Er befiehlt: ”Sei!“ Alle die sich Gott nähern und auf Ihn vertrauen und Seine unendliche Stärke anerkennen, werden dadurch getröstet.

Gott ermuntert die Herzen der Gläubigen mit Vertrauen und Trost In der Sure al-Anfal informiert Gott über die geistige Unterstützung, die Er den Gläubigen zuteil haben ließ, als sie sich zu Zeiten des Propheten in einer schwierigen Situation befanden:

(Erinnert euch) als euch dann Schlaf überkam, wie als Zusicherung von Ihm, und Er vom Himmel Regen auf euch hinabsandte, um euch damit zu reinigen und euch von den Einflüsterungen des Satans zu befreien und im Innersten zu festigen und eueren Schritten Halt zu geben.

Qur’an, 8:11

Der Satz in diesem Vers “als euch dann Schlaf überkam” deutet ohne Zweifel auf einen geistigen Schlaf hin. Gott versetzte diejenigen, die in Notzeiten treu waren, in diesen Zustand und als Ergebnis der geistigen Unterstützung fühlten die Gläubigen Frieden, Zuversicht und Entschlossenheit.

In Wirklichkeit ist dieses Gefühl von Frieden und Zuversicht im Leben eines Gläubigen offenkundig. Menschen, die Vertrauen in Gott und in das Jenseits haben, verfallen nicht in Panik oder werden traurig oder unruhig, weil sie wissen, dass Gott der alleinige Besitzer von allem ist. Sie wissen, dass Gott alles auf die günstigste und vorteilhafteste Weise für sie und für ihr jenseitiges Leben geschaffen hat.

Wenn euch Gott hilft, so gibt es keinen, der euch besiegen kann. Wenn Er euch aber im Stich lässt, wer könnte euch da helfen, ohne Ihn? Darum, wahrlich, sollen die Gläubigen auf Gott vertrauen.

Quran, 3:160

Gemäß diesem Vers haben die Gläubigen eindeutig Zuversicht und gestalten ihr Leben angenehm, indem sie sich Gott hingeben. Die Größe der Not ist unbedeutend, sie wissen dass dies nur vorübergehend ist. Sie haben vor Augen, dass das weltliche Leben, verglichen mit dem unendlichen jenseitigen Leben nur eine sehr kleine Zeitspanne darstellt. Eine Not, die man in dieser Welt erleidet, selbst wenn sie ein Leben lang dauert, endet in 50-60 Jahren. Ein Leben von 50-60 Jahren, in Hingabe an Gott und nach guten Sitten gelebt, und mit dem ewigen Leben im Jenseits belohnt, ist ohnegleichens. Die Gläubigen werden niemals Sorgen, Trauer, Elend, Langeweile oder Mühen verspüren; im Gegenteil, sie werden inmitten von unendlicher Schönheit alles, was ihr Herz begehrt erhalten.

Ein Gläubiger, der sich dieser Situation bewusst ist, kann sich Gott entschlossen und dauerhaft in jeder Lage zuwenden. Der geistige Trost und die Freude dies zu wissen, ist eine größten Erleichterungen auf der Welt.

Es soll beachtet werden, dass alle Herzen und alle Kräfte in Gottes Hand liegen. Gott kann jede Art von Situationen, wann immer Er will, hervorbringen. Nicht einmal das Suchen nach Ruhe und Zuversicht kann nicht ohne Gottes Wille geschehen. Religion bringt den Menschen Erleichterung und das bedeutet, dass alles unter Gottes Kontrolle steht. Die Hinwendung zu Gott in allem was man tut und die Erwartung Gottes Lohns für die erlittenen Mühsale, befähigt den Menschen Gottes Hilfe und Unterstützung in verschiedenen Arten zu finden.

Jedoch, Gott ist euer Herr, und Er ist der beste Beistand.

Quran, 3:150